Weyermann-Führung 2002

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Eigentlich war der erste 2002er Programmpunkt schon für den Januar geplant. Unveränderbare Umstände verschoben den Termin dann schließlich auf den 12. April. Gegen halb sechs trafen sich Hardy (mit Pia und Felix), Thomas und Fritzi (mit Anna und Jule), Tscharlie (mit Saskia und Adrian), Renate Schilling, Christa Böhm sowie Michael, Udo und Rainer im Hof des über 120 Jahre alten Familienunternehmens "Mälzerei Mich. Weyermann".

Betriebsleiter Jürgen Buhrmann, Diplom-Ingenieur für Brauerei- und Getränkewesen (hoffentlich war das jetzt richtig!), seine Frau Ulli und deren Tochter Anna (die mit Anna Rümmer die Klasse 6b des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums besucht) führten uns kompetent durch die sieben Stockwerke des Produktionskomplexes an der Brennerstraße. 1879 am Laurenziplatz gegründet zog die junge Firma schon neun Jahre später an den jetztigen Firmensitz an der Brennerstraße. Die Memmelsdorfer Straße war damals noch ein Feldweg, die Zufahrt musste die Firma selbst bauen. Die Bahnlinie Fürth-Würzburg, das damals noch junge Verkehrsmittel, existierte zwar schon, die Unterführung noch nicht. Hier musste einige Jahre später eines der Fabrikgebäude der Unterführung weichen. Es wurde abgerissen. Doch dies ist alles Vergangenheit.

Heute ist die Mälzerei Weyermann eine in der ganzen Welt bekannte und geschätzte Firma. Schließlich werden die Produkte auf alle Erdteile verschickt. Im Auslieferunglager waren die Paletten mit Adressen in Japan und den USA beklebt. Das war die Endstation der Führung. Vorher ging es duch das Getreidelager, an das der Rohstoff per LKW oder Bahn angeliefert wird. Danach sahen wir die Reinigungsanlage, an der nicht nur organische Verunreinigungen entfernt werden. Auch Schrauben und Nägel finden die Mitarbeiter gelegentlich in Gerste oder Roggen. Die Prozessleitstelle, die per Computer den gesamten Betriebsablauf steuert, kam einem fast vor wie die Spielautomaten in Las Vegas. Überall blinkende Lämpchen und Zahlen. Danach ging's ganz nach oben. Beeindruckt von den Aufweichbecken (den Whirlpools), die im modernsten Gebäudeteil untergebracht sind, durften wir anschließend in die Sauna. Jedenfalls kam's uns so vor. In der Darre wird das von Wurzel und Keimblatt getrennte Korn (die Stärke) getrocknet. Entsprechend warm und feucht ist es dort. Kälter war es dagegen im Keimkasten. Trocken allerdings nicht. An der Decke hingen bei 14 Grad Temperatur die Wassertropfen.

Ausklingen ließen wir den Abend in der "Kantine" - gemütlicher als so manche In-Kneipe - des Unternehmens. Jürgen Buhrmann führte durch sämtliche Biersorten der Bamberger Mahrs-Bräu (vielen Dank für die Spende!) und erklärte die Unterschiede. Dazu Wurst und Pressack des bewährten Pödeldorfer Metzgers. Kurz und gut: Ein gelungener Abend.


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